18 Punkte, neun Rebounds: Beim Auftakt der DBB-Auswahl gegen Schweden performt Frieda Bühner ziemlich stark. Mit gerade mal 21 Jahren übernimmt sie im deutschen Team eine wichtige Rolle und soll nun noch mehr in Szene gesetzt werden
Als die deutsche Nationalhymne am Donnerstagabend durch die Inselparkarena dröhnt, singt Frieda Bühner lautstark mit. Nachdem die letzten Töne erklingen, ist sie aber sofort wieder ganz ruhig. Gefasst. Hochkonzentriert. Ein Profi eben. Die 21-Jährige, die wenige Minuten später in der Starting Five gegen die Schwedinnen aufs Parkett geht, hat sich in den vergangenen Monaten in der spanischen Liga bei Movistar Estudiantes genau dazu entwickelt: zu einer Profi-Basketballerin – spielerisch wie mental. Mit Madrid spielte sie in den Playoffs sowie im Achtelfinale des EuroCup und gehörte zu den Topscorerinnen ihres Teams. „Ich habe viel Selbstbewusstsein gewonnen in meiner Saison in Spanien“, sagt sie nach dem Auftaktsieg gegen Schweden. Und das hat sie an diesem Abend deutlich gezeigt.
Mit einer Ruhe, als würde sie seit Jahren nichts anderes machen, geht sie im ersten Viertel an die Freiwurflinie. Beide Körbe fallen. Auch wenn im weiteren Spielverlauf mal einer danebengeht, lässt sie sich davon nicht aus dem Konzept bringen – und macht dann eben den nächsten. Dabei steht die 21-Jährige aus Osnabrück noch gar nicht so lange mit der A-Nationalmannschaft auf dem Feld. Ihr Debüt durfte sie etwas unverhofft bei den Olympischen Spielen in Paris feiern, als Nyara Sabally ausgefallen war. Übrigens auf den Tag genau ein Jahr vor dem Spiel am Donnerstagabend in Hamburg. Auch damals in Paris schon war von Nervosität nichts zu sehen – auch wenn sie später sagen wird, dass sie am ganzen Körper gezittert habe.
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