Jeder Körper verändert sich mit der Zeit, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Eine solch enorme hormonelle Umstellung wie in den Wechseljahren mit weitreichenden Folgen, das kennen aber nur Frauen. Vom Sporttreiben sollte das aber nicht abhalten – im Gegenteil.
Wenn Anja Karau im Stadion des LAV Stadtwerke Tübingen auf der Bahn trainiert, ist sie manchmal frustriert. Sie sieht dort die Männer in ihrem Alter – Karau startet in der Altersklasse W55 – oder noch älter, die aber „ihre Form viel besser halten können im Alter. Noch vor ein paar Jahren sind wir etwa auf demselben Niveau gelaufen“, erzählt Karau. Mit den Jahren ist die Langstreckenläuferin aber langsamer geworden – obwohl sie am Training nichts geändert. Was sich verändert, ist ihr Körper.
Hormonelle Veränderungen mit unterschiedlichen Folgen
Der Grund: die Wechseljahre Sie stellen sich im Schnitt bei Frauen um das 50. Lebensjahr ein und beginnen mit dem permanenten Ausbleiben der Regelblutung. Symptome können aber durchaus schon in den Jahren vorher auftreten. Die Wechseljahre gehen vor allem mit hormonellen Veränderungen einher, insbesondere mit dem Absinken von Östrogen und Progesteron, in weiterer Folge auch von Testosteron. Und das kann sowohl physiologische als auch psychologische Folgen haben (siehe Infokasten), die jede Frau ganz unterschiedlich betreffen. Fakt ist: das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Osteoporose steigt nach der Menopause. Die gute Nachricht: Ein aktiver Lebensstil kann dem entgegenwirken.
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Erschienen in Laufzeit 4/25
